Ort
Štúrovo liegt im südlichsten Zipfel der Slowakei, die Donau muss bis zum Meer noch 110 m Höhendifferenz absolvieren.
Auf der gegenüber liegenden Seite der Donau liegt Esztergom (Gran), wo der erste ungarische König gekrönt wurde; ihr Wahrzeichen ist die von überall sichtbare Basilika.
Štúrovo ist dank seinen Thermalquellen ein nah und fern beliebter Badeort.
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| Ehemaliges Hotel Helvetia | Blick auf die Donau und Kováčovské kopce | Das Thermalbad Vadas aus der Vogelpersepktive |
In der Umgebung sind die hügeligen Reservate Kováčovské kopce (Kovácspataki hegyek) und Vŕšok (Hegyfarok), die vulkanischen Ursprungs sind. Auf der ungarischen Seite erheben sich die Ausläufer des Pilis.
Die Stadt hat ca. 13’000 Einwohner, die Mehrheit mit Ungarischer Muttersprache. Die allermeisten Einwohner sprechen sowohl Slowakisch als auch Ungarisch (meistens gleichzeitig).
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| Bahnhofsgebäude | Kirche St. Emmerich | Denkmal der Opfer beider Weltkriege |
Mária Valéria
Die Brücke ist benannt nach Erzherzogin Marie Valerie Mathilde Amalie von Österreich (* 22. April 1868 in Ofen, Ungarn; † 6. September 1924 in Wallsee). Sie war eine Tochter des österreichisch-ungarischen Herrscherpaars Franz Joseph I und Elisabeth, genannt Sissi.
Marie Valerie wurde als viertes Kind des Kaiserpaars geboren. Elisabeth hatte sich ein weiteres Kind gewünscht, weil sie ihre ersten drei Kinder auf Druck ihrer Schwiegermutter nicht selbst hatte erziehen können. Elisabeth nannte Marie Valerie oft „die Einzige“. Marie Valerie begann später, entgegen den Absichten ihrer Mutter, entgegen den Absichten ihrer Mutter alles Ungarische abzulehnen und sich mit ihrem Vater auf Deutsch zu unterhalten. Außerdem sprach sie Französisch, Englisch und Italienisch. Sie liebte die Musik und die Künste.
Am 31. Juli 1890 heiratete sie Erzherzog Franz Salvator von Österreich-Toskana (1866-1939) in Ischl. Danach zog das Paar nach Wels. 1892 wurde die Tochter Elisabeth Franziska, genannt Ella, geboren. In 1895 kauften Marie Valerie und Franz Salvator das Schloss Wallsee und ließen es vollständig renovieren. Nach Fertigstellung hielt das Paar am 4. September 1897 festlichen Einzug in das Schloss an der Donau. In Wallsee herrschte darüber großer Jubel, ging doch der Kaisertochter der Ruf großer Mildtätigkeit und Herzensgüte voraus.
1924 wurde bei ihr Lymphdrüsenkrebs festgestellt. Die Ärzte konnten ihr nicht mehr helfen, und am 6. September 1924 starb sie im Kreise ihrer Familie. Sie wurde in einer Gruft hinter dem Hauptaltar der Pfarrkirche Sindelburg beigesetzt.

Geschichte der Brücke
Die Donau bei Parkan war bereits vor Jahrhunderten eine wichtige Furt.
Während der türkischen Herrschaft wurden mehrere Schiffsbrücken gebaut und zerstört.
Im 18. Jahrhundert wurde auf die Initiative des Erzbischofs Ferenc Barkóczy eine fliegende Brücke errichtet. Im Prinzip war sie eine Fähre, die in 6-8 Minuten das andere Ufer erreichte.
In 1842 liess Erzbischof Sándor Rudnay die Fähre durch eine Schiffsbrücke ersetzen; sie wurde 1848 zerstört. Erzbischof János Scitovszky liess 1851 die Brücke erneuern. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts war sie nicht mehr hinreichend. Um dem Bau einer neuen Brücke Vorschub zu leisten, verzichtete Erzbischof Kolos Vaszary „im öffentlichen Interesse“ für alle Zeiten auf das Erheben einer Maut.
Carthy Szaléz, ein Budapester Baunternehmer Schweizer Abstammung, erbaute die Mária Valéria Brücke in nicht ganz zwei Jahren; sie wurde am 28. September 1895 der Öffentlichkeit übergeben.
Am 22. Juli 1919 wurde die Brücke beim ersten Pfeiler durch eine Detonation zerstört. Ob unglücklich, ob durch tschechoslowakische Soldaten zum Schutz vor der ungarischen Räterepublik, ob durch die Armee eben dieser Räterepublik bei ihrem Rückzug, ist unklar.
Die Brücke wurde 1922 renoviert und in 1926 voll rekonstruiert, wobei die nicht mehr zeitgemässe Holzkonstruktion des Strassenbetts durch Eisenbeton ersetzt und die Strasse geteert wurde.
Die deutschen Truppen sprengten Weihnachten 1944 die mittleren drei Bögen der Brücke.
Seit 11. Oktober 2001 ist die Mária Valéria Brücke wieder vollständig und dient dem Verkehr zwischen Štúrovo und Esztergom, über die Grenze zwischen Slowakei und Ungarn, die seit 1. Mai 2004 eine InnerEU-Grenze ist.
Seit Mitternacht des 20. Dezember 2007 kann man über die Brücke gehen ohne den Pass zeigen zu müssen – Slowakei und Ungarn sind Teil der Schengener Abkommens.
