Mária Valéria

Die Brücke ist benannt nach Erzherzogin Marie Valerie Mathilde Amalie von Österreich (* 22. April 1868 in Ofen, Ungarn; † 6. September 1924 in Wallsee). Sie war eine Tochter des österreichisch-ungarischen Herrscherpaars Franz Joseph I und Elisabeth, genannt Sissi.
Marie Valerie wurde als viertes Kind des Kaiserpaars geboren. Elisabeth hatte sich ein weiteres Kind gewünscht, weil sie ihre ersten drei Kinder auf Druck ihrer Schwiegermutter nicht selbst hatte erziehen können. Elisabeth nannte Marie Valerie oft „die Einzige“. Marie Valerie begann später, entgegen den Absichten ihrer Mutter, entgegen den Absichten ihrer Mutter alles Ungarische abzulehnen und sich mit ihrem Vater auf Deutsch zu unterhalten. Außerdem sprach sie Französisch, Englisch und Italienisch. Sie liebte die Musik und die Künste.
Am 31. Juli 1890 heiratete sie Erzherzog Franz Salvator von Österreich-Toskana (1866-1939) in Ischl. Danach zog das Paar nach Wels. 1892 wurde die Tochter Elisabeth Franziska, genannt Ella, geboren. In 1895 kauften Marie Valerie und Franz Salvator das Schloss Wallsee und ließen es vollständig renovieren. Nach Fertigstellung hielt das Paar am 4. September 1897 festlichen Einzug in das Schloss an der Donau. In Wallsee herrschte darüber großer Jubel, ging doch der Kaisertochter der Ruf großer Mildtätigkeit und Herzensgüte voraus.
1924 wurde bei ihr Lymphdrüsenkrebs festgestellt. Die Ärzte konnten ihr nicht mehr helfen, und am 6. September 1924 starb sie im Kreise ihrer Familie. Sie wurde in einer Gruft hinter dem Hauptaltar der Pfarrkirche Sindelburg beigesetzt.